13 Maturanoten
Deine Fächer
Die beiden Vormatura-Fächer werden zu Beginn der 4. Klasse mündlich geprüft (Art. 7). Eine Naturwissenschaft, die dein Schwerpunktfach ist, kannst du nicht wählen.
Erfahrungsnote = letzte Jahresnote im Fach (Art. 15). Schriftliche Noten auf Zehntel, mündliche auf halbe Noten (Art. 14). Solange eine Prüfung offen ist, rechnet der Rechner dort mit deiner Erfahrungsnote weiter — das ist die Prognose, markiert mit *.
So wird gerechnet
Bestehensnormen des Kantons St.Gallen in sechs Zeilen
- Erfahrungsnote
- Letzte Jahresnote im Fach
- Art. 15 Abs. 1 lit. a
- Prüfungsnote
- Ø schriftlich und mündlich, auf eine Dezimale
- Art. 15 Abs. 1 lit. b
- Maturanote
- Ø Prüfungsnote und Erfahrungsnote, auf halbe Noten gerundet
- Art. 15 Abs. 1 lit. c, Abs. 2
- Ohne Prüfung
- Maturanote = Erfahrungsnote
- Art. 15 Abs. 1 lit. c Ziff. 2
- Saldo
- Σ (Note − 4), Abweichungen unter 4 zählen doppelt
- Art. 16 lit. a
- Ungenügende
- Höchstens vier Maturanoten unter 4
- Art. 16 lit. b
Bestanden heisst: Saldo ≥ 0 und höchstens vier Maturanoten unter 4. Beide Regeln stehen unverändert auch in der eidgenössischen Maturitätsanerkennungsverordnung 2023 (Art. 26).
Geprüft wird schriftlich und mündlich in Deutsch, der zweiten Landessprache, der dritten Sprache, Mathematik und im Schwerpunktfach (Art. 6, 7). Dazu kommen zwei rein mündliche Prüfungen zu Beginn der 4. Klasse — die Vormatura: ein Fach aus Biologie, Chemie, Physik und eines aus Geschichte, Geografie (Art. 7 Abs. 3). Schriftliche Noten werden auf Zehntel erteilt, mündliche auf halbe Noten (Art. 14). Besteht eine schriftliche Prüfung aus mehreren Teilen, zählt hier die Note, die die Fachgruppe daraus bildet.
Die Prüfungskonferenz kann in Würdigung der Persönlichkeit eine einzige Note um höchstens einen halben Punkt anheben (Art. 18). Der Rechner kennt diesen Ermessensspielraum nicht.
Quelle: Maturitätsprüfungsreglement des Gymnasiums vom 24. Juni 1998, Neudruck Oktober 2019 (Handbuch Mittelschulen 4.103) · Promotionsreglement des Gymnasiums, Anhang 1 (3.2.101). Geprüft am Beispiel der Kantonsschule Wil. Angaben ohne Gewähr — es zählt der Entscheid der Schule.
Häufige Fragen
Wie wird die Maturanote berechnet?
In geprüften Fächern ist die Maturanote der Durchschnitt aus Erfahrungsnote und Prüfungsnote, auf eine halbe Note gerundet. Die Erfahrungsnote ist die letzte Jahresnote im Fach, die Prüfungsnote der Durchschnitt aus schriftlicher und mündlicher Prüfung auf eine Dezimale. In Fächern ohne Prüfung ist die Maturanote gleich der Erfahrungsnote (Art. 15 Maturitätsprüfungsreglement des Gymnasiums, Kanton St.Gallen).
Wie viele ungenügende Noten darf ich haben?
Höchstens vier Maturanoten dürfen unter 4 liegen. Zusätzlich muss der Saldo stimmen: Die doppelte Summe aller Abweichungen unter 4 darf nicht grösser sein als die Summe aller Abweichungen über 4 (Art. 16). Beide Bedingungen müssen erfüllt sein.
Was ist der Saldo?
Für jede Maturanote zählt der Abstand zu 4. Über 4 zählt er einfach, unter 4 doppelt. Eine 5 bringt +1, eine 3.5 bringt −1. Die Summe über alle 13 Maturanoten ist der Saldo. Er muss mindestens 0 sein.
Welche Fächer werden geprüft?
Schriftlich und mündlich: Deutsch, Französisch oder Italienisch, Englisch oder Griechisch, Mathematik und das Schwerpunktfach. Nur mündlich, bereits zu Beginn der 4. Klasse (Vormatura): ein Fach aus Biologie, Chemie, Physik und ein Fach aus Geschichte, Geografie. Ist eine Naturwissenschaft dein Schwerpunktfach, kannst du sie nicht als Vormatura-Fach wählen (Art. 6 und 7).
Zählt die Maturaarbeit?
Ja. Die Maturaarbeit ist eines der 13 Fächer, die für die Matura zählen. Ihre Note geht direkt als Maturanote in Saldo und Zählung ein. Sport, Religion oder Philosophie und Freifächer stehen zwar im Zeugnis, zählen aber nicht.
Gilt das für jede Kantonsschule?
Der Rechner setzt das Maturitätsprüfungsreglement des Gymnasiums des Kantons St.Gallen um und ist mit dem Beispiel der Kantonsschule Wil geprüft. Die beiden Bestehensregeln – Saldo und höchstens vier ungenügende Noten – sind schweizweit gleich (Maturitätsanerkennungsverordnung, Art. 26). Welche Fächer geprüft werden und aus welchem Jahr die Erfahrungsnote stammt, regelt jeder Kanton selbst.
Kann ich ein Ziel setzen und Szenarien vergleichen?
Ja. Als Ziel wählst du «Bestehen» oder einen Mindestschnitt, zum Beispiel 5.0. Für jede offene Prüfung kannst du eine realistische und eine Best-Case-Note schätzen. Der Rechner zeigt drei Szenarien nebeneinander: Minimum (was die Prüfungen ohne Schätzung mindestens bringen müssen), Realistisch und Sehr gut – jeweils mit Saldo, Anzahl ungenügender Noten, Schnitt und ob das Ziel erreicht ist.
Wo werden meine Noten gespeichert?
Nur in deinem Browser. Nichts wird an einen Server geschickt. Löschst du die Website-Daten oder tippst auf Zurücksetzen, sind sie weg.
